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Das Humane Immundefizienzvirus existiert latent und versteckt sich im Genom von T-Lymphozyten. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, eine Heilung für HIV zu finden. Vor einigen Jahren demonstrierte ein Forschungsteam der Temple University unter der Leitung von Kamel Khalili Arbeiten mit der CRISPR/Cas9-Technologie bei Mäusen mit HIV-1-infizierten T-Zellen. Den Wissenschaftlern gelang es, das in den Chromosomen infizierter T-Lymphozyten eingebettete Genom des Virus zu entdecken und es erfolgreich herauszuschneiden.

Aus infizierten menschlichen Zellen entnommene Virussegmente wurden in die Organe und Gewebe von Mäusen integriert. Anschließend wurde den Versuchstieren „quadruplex sgRNAs/saCas9 AAV-DJ/8“, ein Träger eines adeno-assoziierten viralen Vektors, injiziert. Mit nur einer Injektion des Medikaments wurden Proviren in Herz, Lunge, Darm, Milz und Gehirn von Mäusen zerstört. Die RNA-Spiegel des Immundefizienzvirus (HIV-1) wurden mittels Biolumineszenz-Bildgebung gemessen.

Cas9 mit Guide-RNA

Das Foto zeigt einen Cas9-Komplex mit Guide-RNA.

Das Experiment war das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass es Wissenschaftlern gelang, die Vermehrung von HIV-1 nicht nur zu verlangsamen, sondern es in infizierten Zellen auch vollständig zu zerstören. Der nächste Schritt der Wissenschaftler wird darin bestehen, das Experiment an Primaten durchzuführen, wobei das Endziel der Versuch am Menschen ist.

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31.05.17

 
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Artikel in der Rubrik „Mai 2017“.
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